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Das Melanom

Frühzeitig erkannt, ist das Melanom heilbar

Das Melanom ist die tödlichste Form des Hautkrebses und verursacht etwa 75 % aller durch Hautkrebs bedingten Todesfälle. In Deutschland sterben jährlich nahezu 2500 Menschen am Melanom. Deutschland hat das höchste Aufkommen des Melanoms in der EU und dieses Aufkommen wird sich nach Schätzungen bis 2019 verdoppeln.

Melanome werden häufig durch wiederholte Einwirkung von Sonnenlicht verursacht, da diese Einstrahlung zu einem unkontrollierten Wachstum der Pigmentzellen in der Haut, den sogenannten Melanozyten, führt. Auf der Hautoberfläche können Melanome unregelmäßig geformten, jedoch gutartigen Leberflecken ähneln. Allerdings kann sich in der Tiefe ein höchst auffälliges Wachstumsmuster verbergen.

Obwohl das Melanom bei zu später Erkennung einen tödlichen Verlauf nehmen kann, ist es praktisch zu 100 % heilbar, sofern es frühzeitig diagnostiziert und behandelt wird, meist durch vollständige Entfernung. Aus diesem Grund sind regelmäßige Hautuntersuchungen beim Arztbesuch so wichtig und deshalb empfehlen die Hautärzte auch eine jährliche Hautuntersuchung. Insbesondere würden Menschen mit dysplastischen Nävi, einer Leberfleckvariante mit erhöhtem Melanomrisiko, von häufigeren Hautuntersuchungen profitieren.

Näheres zum Hautkrebs und Melanom finden Sie auf der Website:

http://www.hautkrebs-screening.de

Melanom & Risikofaktoren

Es herrscht ein erhebliches Missverständnis darüber, bei wem ein Melanomrisiko vorliegt.

Ihr persönliches Risiko können Sie anhand der folgenden Checkliste ermitteln.

Zu den Hauptrisikofaktoren des Melanoms gehören:
  • Vorliegen zahlreicher auffälliger Leberflecke
  • Persönliche oder familiäre Vorbelastung mit Melanom oder einer anderen Form des Hautkrebses
  • Schwerer Sonnenbrand in der Vorgeschichte
  • Häufiger Besuch von Sonnenbänken
  • Heller Hauttyp
Es reicht nicht, die Risiken zu kennen

Sie könnten auch dann ein Risiko aufweisen, wenn Sie weder ein heller Hauttyp sind, noch sich am Strand sonnen und auch immer Sonnencreme benutzen. Im Gegenteil – eine Studie wies nach, dass etwa die Hälfte aller Patienten mit einem Melanom KEINEN der Hauptrisikofaktoren aufwies.
Hierzu gehörten:

  • KEINE persönliche Vorbelastung mit auffälligen Leberflecken
  • KEINE persönliche Vorbelastung mit Melanom oder einer anderen Form des Hautkrebses
  • KEINE familiäre Vorbelastung mit Melanom oder einer anderen Form des Hautkrebses
Behalten Sie zwischen den Hautuntersuchungen Ihre Leberflecke im Auge. Falls Sie bei sich eines der folgenden Warnsignale feststellen, sollten Sie umgehend Ihren Hautarzt aufsuchen.
  • Jede Veränderung in Leberflecken, Sommersprossen, Muttermalen oder pigmentierten Hautbereichen
  • Plötzlich neu aufgetretener oder rasch größer werdender Leberfleck bzw. Sommersprossen
  • Ein Leberfleck, der anders als Ihre sonstigen Leberflecken aussieht
  • Leberfleck oder andere Hautveränderung mit einem der ABCDEPRU-Warnsignale*
  • Änderung in der Oberflächenbeschaffenheit oder wie sich der Leberfleck anfühlt
  • Eine neue „Sommersprosse“, die dunkel, trocken oder schuppig erscheint
  • Ein pigmentierter Hautbereich, der neu ist bzw. den Sie so bisher noch nicht wahrgenommen haben
  • Ein neuer schwarzer Fleck, selbst wenn er nur sehr klein ist
  • Normal aussehender Leberfleck oder sonstige Hautveränderung, der/die sich anders verhält als die in der Umgebung
  • Leberfleck oder Hautveränderung mit Juckreiz und/oder Blutung
  • Rötung oder sonstige Hautverfärbung, die in die umgebende Haut hineinreicht

*A = Asymmetrie
Beide Hälften des Leberflecks unterscheiden sich

B = Begrenzung
Die Grenze bzw. der Rand des Leberflecks ist uneben, unscharf, eingekerbt oder unregelmäßig

C = Color
Der Leberfleck ist ungleichmäßig gefärbt, mehrfarbig oder weist eine Farbänderung auf

D = Durchmesser.
Der Leberfleck hat einen Durchmesser von mehr als 6 mm (größer als die Breite eines Radiergummis am Bleistift)

E = Entwicklung
Ein Leberfleck mit zeitlicher Veränderung von ABC oder D

 P = Persönliche Befürchtung
Sie haben Bedenken hinsichtlich des Leberflecks

R = Regression
Der Leberfleck hat ein narbenähnliches weißes Erscheinungsbild

U = Ugly Duckling ("Hässliches Entlein")
Ein Leberfleck, der anders als Ihre sonstigen Leberflecken aussieht

M = Morphologische Desorganisation
Entweder "High Disorganization" (Leberfleck mit hochgradig auffälligem Wachstumsmuster unterhalb der Hautoberfläche) oder "Low Disorganization" (Leberfleck mit geringgradig auffälligem Wachstumsmuster unterhalb der Hautoberfläche)

Quelle: Melanoma Education Foundation.

Für wichtige Sicherheitshinweise zu MelaFind® hier klicken.